14. August 2026

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POL-DA: Weiterstadt-Gräfenhausen: Polizei stoppt Omnibusse auf der Autobahn/Viermal Weiterfahrt untersagt, über 13.000 Euro Sicherheitsleistungen – Nur wenige Busse ohne Mängel

Weiterstadt (ots) –

Am Donnerstag (13.08.) fand auf der Rastanlage Gräfenhausen-Ost eine Großkontrolle zur Überwachung des gewerblichen Personenverkehrs statt. Im Rahmen der Sicherheitskooperation der Länder wurden die südhessischen Beamten von spezialisierten Kontrollkräften aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Bayern sowie von Beamtinnen und Beamten aus weiteren hessischen Polizeipräsidien unterstützt. Weiterhin waren der Zoll, die Genehmigungsbehörde des Regierungspräsidiums Darmstadt und das Veterinäramt der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg im Einsatz. Der Fokus der Kontrollen lag auf der Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten und der technischen Beschaffenheit der Fahrzeuge. 21 Omnibusse, 34 Fahrer und über 340 Fahrgäste wurden hierbei genauer unter die Lupe genommen. Nur sechs Busse blieben ohne jegliche Beanstandung. Fünf Busse wiesen technische Mängel auf, in vier Fällen wurde von der Polizei die Weiterfahrt untersagt. Insgesamt wurden Sicherheitsleistungen in Höhe von über 13.000 Euro zur Sicherung von nun anstehenden Ermittlungsverfahren einbehalten.

Bei einem Omnibus im Linienverkehr zwischen der Ukraine und Deutschland wurde festgestellt, dass einer der beiden Fahrer fremde Fahrerkarten nutzte, um seine Lenkzeitüberschreitungen zu verschleiern. Die Fahrerkarten wurden nach einer Durchsuchung von der Polizei aufgefunden und sichergestellt. Der Mann muss sich nun in einem Strafverfahren verantworten.

Im Linienverkehr zwischen Kosovo und Deutschland versteckten zwei Busfahrer Schaublätter des analogen Fahrtenschreibers vom Vortag, um auch hier die Lenkzeitüberschreitungen zu verschleiern. Aufgrund einer anschließend ermittelten gemeinsamen Lenkzeit von über 23 Stunden wurde den beiden Fahrern die Weiterfahrt von den Ordnungshütern an Ort und Stelle untersagt. An ihrem Bus wurde zudem Ölverlust im Bereich der hinteren Achse festgestellt. Die Fahrgäste mussten in der Folge auf einen Ersatzbus ausweichen.

Bei einem Bus aus Bosnien-Herzegowina und einem weiteren aus Serbien waren jeweils drei Fahrer im Einsatz. In beiden Fällen fuhr jeweils ein Fahrer den Bus bis zur entsprechenden Landesgrenze. Ab hier übernahmen dann die beiden anderen. In beiden Fällen befanden sich die Fahrer jedoch bereits zu Beginn des Linienverkehrs schon im Fahrzeug. Nach Übernahme des Busses fertigten sie sich fälschlicherweise einen manuellen Ruhezeitnachtrag auf ihrer Fahrerkarte an. Aber auch wenn sie selbst den Omnibus nicht lenken, gilt diese Zeit mindestens als Bereitschaftszeit und muss entsprechend dokumentiert werden. Aufgrund der damit vorliegenden Unterschreitungen der täglichen Ruhezeit endete auch hier die Weiterfahrt an der Kontrollstelle.

In einem Bus aus Mazedonien wurden bei der Überprüfung von Fahrgästen durch den Zoll sowie dem Veterinäramt insgesamt 10 Kilogramm illegal eingeführtes Fleisch sichergestellt und anschließend vernichtet.

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Quelle: ots

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