Kassel (ots) –
Kassel-Mitte:
Am gestrigen Dienstag fand die länderübergreifende Verkehrssicherheitsaktion „sicher.mobil.leben“ statt, an der sich auch die nordhessische Polizei beteiligte. Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr alle Arten von Zweirädern, also klassische Fahrräder, Pedelecs, motorisierte Krafträder und E-Scooter, die zulassungsrechtlich zu den Elektrokleinstfahrzeugen zählen.
Diesjähriger Kontrolltag unter dem Motto „Zweiräder im Blick“
In den dicht besiedelten Großstädten gewinnen Zweiräder zunehmend an Bedeutung, da sie eine flexible Alternative zum Auto darstellen. Doch die Zunahme dieser Fortbewegungsmittel bringt neue Gefährdungen und Herausforderungen, insbesondere für die Verkehrssicherheit mit sich. Die besonderen Bedingungen in Großstädten, wie z. B. dichter Verkehr, unübersichtliche Kreuzungen oder unzureichend ausgebaute Radwege, sind es auch, die diese Gefährdung zusätzlich verstärken. Denn mit dem wachsenden Anteil an Zweirädern im Straßenverkehr steigt auch das Risiko schwerer und tödlicher Unfälle. Aufgrund ihrer geringeren physischen Schutzmöglichkeit sind Zweiradfahrer besonders gefährdet.
Bei 118 kontrollierten Zweirädern 96 Regelverstöße festgestellt
In Kassel kontrollierten die Beamten der Verkehrsinspektion und des Reviers Mitte gestern im Laufe des Nachmittags auf dem Königsplatz insgesamt 118 Zweiräder, darunter 98 Fahrräder und 14 E-Scooter. Dabei stellten sie 96 Regelverstöße fest, der Großteil davon wegen verbotswidrigen Befahrens des Gehweges und der Fußgängerzone durch Fahrräder und E-Scooter. Bei den Nutzern von Elektrorollern schritten die Beamten außerdem ein, wenn diese nicht versichert waren oder zu zweit genutzt wurden.
Radfahrer flüchtet vor Kontrolle
Als ein 57 Jahre alter Mann aus Kassel in der Mauerstraße von den Beamten kontrolliert werden sollte, ergriff dieser auf seinem Fahrrad zunächst die Flucht, konnte jedoch nur kurz darauf von einer Streife in der Moritzstraße gestoppt und festgenommen werden. Gegen ihn wird nun wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt, da die Beamten bei ihm ein Klappmesser fanden, welches er in der Waffenverbotszone in der Innenstadt mit sich geführt hatte. Außerdem war sein Fahrrad nicht in einem verkehrstüchtigen Zustand, was eine weitere Ordnungswidrigkeitsanzeige zur Folge hatte.
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Quelle: ots
