Offenbach (ots) –
(lei) Wie gehen Betrügerinnen und Betrüger vor? Welche Warnsignale sollte man kennen? Und wie verhält man sich richtig, wenn Kriminelle versuchen, Vertrauen auszunutzen und Menschen unter Druck zu setzen?
Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Informationsveranstaltung „Klüger als die Betrüger“, zu der die Abteilung Prävention des Polizeipräsidiums Südosthessen gemeinsam mit der Seniorenhilfe Offenbach e. V., dem Offenbacher Seniorenrat und dem Ordnungsamt als eine Maßnahme der Kommunalen Präventionsarbeit eingeladen hatte.
Über 100 Bürgerinnen und Bürger folgten am heutigen Freitagnachmittag der Einladung in die Konferenzräume des Polizeipräsidiums und informierten sich darüber, wie sie sich wirksam vor Betrugsversuchen schützen können. In angenehmer Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen informierte Kriminalhauptkommissarin Silvia Traber, Fachberaterin für Seniorenprävention, über verbreitete Betrugsmaschen – vom Telefonbetrug über den Trick an der Haustür bis hin zu betrügerischen Vorgehensweisen im öffentlichen Raum.
Dabei wurde deutlich: Betrugsversuche können jeden treffen – unabhängig vom Alter. Täterinnen und Täter setzen gezielt psychologische Strategien ein, um ihre Opfer zu verunsichern, Ängste zu schüren und sie zu unüberlegten Handlungen zu bewegen. Sie erzeugen Zeitdruck, täuschen Notlagen vor oder spielen mit den Gefühlen ihrer Opfer. Gerade in solchen Situationen gilt es, Ruhe zu bewahren und sich nicht unter Druck setzen zu lassen.
Mit anschaulichen Beispielen und praktischen Hinweisen zeigte Frau Traber, wie man sich vor solchen Angriffen schützen kann. Dazu gehört, Unbekannten nicht unüberlegt die Tür zu öffnen, keine fremden Personen in die Wohnung zu lassen und am Telefon keine vertraulichen Informationen über Vermögenswerte oder Angehörige preiszugeben.
Besondere Vorsicht ist immer dann geboten, wenn es um Geld, Wertgegenstände oder angebliche Notfälle von Familienangehörigen geht. In solchen Fällen empfiehlt es sich, das Gespräch sofort zu beenden und die betreffende Person über eine selbst recherchierte Telefonnummer direkt zu kontaktieren. Bestehen Zweifel oder liegt ein Betrugsverdacht vor, sollte die Polizei verständigt werden.
Nach knapp zwei informativen Stunden erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Broschüren mit den wichtigsten Präventionstipps. So können sie das Gehörte zu Hause noch einmal nachlesen und die Informationen auch an Familienmitglieder, Freunde und die Nachbarschaft weitergeben.
Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig Aufklärung und Aufmerksamkeit sind, um sich und andere vor Betrug zu schützen. Denn wer die Maschen kennt, Warnsignale erkennt und im entscheidenden Moment besonnen handelt, kann Betrügerinnen und Betrügern einen wichtigen Schritt voraus sein.
Für weitere Informationen und wertvolle Tipps zu anderen Themen der polizeilichen Prävention können Interessierte die E-Mailadresse [email protected] kontaktieren.
Bildquelle: Polizeipräsidium Südosthessen
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