Offenbach / Obertshausen (ots) –
(lei) 90 km/h zu schnell bei erlaubten 80 km/h: Mit dieser Geschwindigkeit war ein Mercedes-Fahrer am Montag auf der Bundesstraße 448 in Fahrtrichtung Offenbach unterwegs. Doch auch in Richtung Obertshausen fiel ein Autofahrer mit einer extremen Geschwindigkeitsüberschreitung auf. Er wurde mit 202 km/h bei erlaubten 120 km/h gemessen. Die beiden Fälle waren die Spitzenwerte einer mehrstündigen Geschwindigkeitskontrolle der Verkehrselektronik der Verkehrsinspektion am Montag.
Zwischen 17.30 Uhr und 22.00 Uhr nahmen die Messbeamten die Strecke zwischen Offenbach am Main und Obertshausen in beiden Fahrtrichtungen ins Visier. Die Bilanz macht deutlich: Überhöhte Geschwindigkeit stellt weiterhin ein ernst zu nehmendes Risiko für die Verkehrssicherheit dar.
MEHR ALS 350 VERSTÖSSE IN VIEREINHALB STUNDEN
In Fahrtrichtung Offenbach wurden am Ausbauende insgesamt 1.784 Fahrzeuge bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h gemessen. 218 Verkehrsteilnehmer überschritten das Tempolimit. Das entspricht rund 12,2 Prozent – mehr als jedem achten Fahrzeug. Die Einsatzkräfte registrierten 129 Verwarnungen und fertigten 81 Anzeigen. Acht Fahrer müssen mit einem Fahrverbot rechnen.
Auch in Fahrtrichtung Obertshausen zeigte sich ein ähnliches Bild. In der Gemarkung Obertshausen erfassten die Messgeräte 1.875 Fahrzeuge. 140 davon waren zu schnell. Bei einer Quote von rund 7,5 Prozent wurden 75 Verwarnungen ausgesprochen, 65 Anzeigen gefertigt und sieben Fahrverbote in Aussicht gestellt.
Insgesamt war knapp jedes zehnte gemessene Fahrzeug zu flott. Die Geschwindigkeitsmessungen boten insofern Anlass für weitere konsequente Kontrollen.
EIN PAAR SEKUNDEN SCHNELLER – MIT MÖGLICHERWEISE SCHWERWIEGENDEN FOLGEN
Wer derart stark beschleunigt, riskiert weit mehr als ein Bußgeld oder ein Fahrverbot. Mit steigender Geschwindigkeit verlängert sich der Anhalteweg erheblich. Gleichzeitig bleibt weniger Zeit, um auf plötzlich auftauchende Hindernisse, stockenden Verkehr oder Fehler anderer Verkehrsteilnehmer zu reagieren.
Wie groß die Unterschiede sein können, zeigt ein vereinfachtes Rechenbeispiel: Bei 80 km/h legt ein Fahrzeug innerhalb einer Sekunde rund 22 Meter zurück. Bei 170 km/h sind es bereits etwa 47 Meter. Allein während einer Sekunde Reaktionszeit kommen somit rund 25 zusätzliche Meter zusammen – noch bevor überhaupt gebremst wird.
Die tatsächlichen Folgen eines Unfalls hängen von vielen Faktoren ab. Klar ist jedoch: Je höher die Geschwindigkeit, desto größer können die Kräfte sein, die bei einem Zusammenstoß auf die Beteiligten wirken.
DIE BOTSCHAFT DER POLIZEI: GESCHWINDIGKEIT IST KEIN WETTBEWERB
Wer auf der Straße unterwegs ist, trägt Verantwortung – nicht nur für sich selbst, sondern auch für alle anderen. Tempolimits sind keine unverbindlichen Empfehlungen. Sie sollen helfen, Gefahrensituationen zu vermeiden und die Folgen möglicher Fehler zu begrenzen.
Deshalb gilt: Fuß vom Gas, vorausschauend fahren und die Geschwindigkeit den Verkehrs-, Straßen- und Sichtverhältnissen anpassen. Denn im Straßenverkehr zählt nicht, wer am schnellsten ankommt, sondern dass alle sicher ihr Ziel erreichen.
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Südosthessen
– Pressestelle –
Spessartring 61
63071 Offenbach am Main
Telefon: 069 / 8098 – 1210 (Sammelrufnummer)
Thomas Leipold (lei) – 1201 oder 0160 / 980 00745
Felix Geis (fg) – 1211 oder 0162 / 201 3806
Claudia Benneckenstein (cb) – 1212 oder 0152 / 066 23109
Maximilian Edelbluth (me) – 1213 oder 0160 / 96487309
Fax: 0611 / 32766-5014
E-Mail: [email protected]
Homepage: http://www.polizei.hessen.de/ppsoh
Original-Content von: Polizeipräsidium Südosthessen, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots
