Osthessen (ots) –
· Gesamtzahl der Unfälle erneut leicht gesunken – Dennoch: Alle 49 Minuten ein Verkehrsunfall in Osthessen
· Anzahl der bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzten Personen deutlich gesunken
· Anzahl der Unfälle mit Beteiligung von E-Scootern verdoppelt sich
· „Geschwindigkeit“ weiterhin eine der Hauptunfallursachen
· Alle drei Stunden wurde ein Wildunfall aufgenommen
Weiterhin deutlicher Anstieg der Anzahl der Schwerverletzten bei Pedelec-Unfällen
Gesamtunfallzahlen erneut rückläufig
Osthessen. Nach dem kontinuierlichen Anstieg der Verkehrsunfallzahlen in den Jahren 2021 bis 2023 setzte sich die positive Entwicklung des Vorjahres fort. Auch im Jahr 2025 registrierte das Polizeipräsidium Osthessen einen leichten Rückgang des Unfallgeschehens. Insgesamt ereigneten sich 10.713 Verkehrsunfälle. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang um 154 Unfälle beziehungsweise 1,42 Prozent. Während die Zahl der Verkehrsunfälle hessenweit auf 150.286 und damit um rund 2,3 Prozent anstieg, entwickelte sich das Unfallgeschehen in Osthessen erneut entgegen dem Landestrend.
Insgesamt verunglückten im Jahr 2025 2.083 Menschen im Straßenverkehr. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen moderaten Anstieg um 1,83 Prozent. Die Zahl der Schwerverletzten blieb mit 402 Personen (2024: 401) nahezu unverändert. Insgesamt ereigneten sich 348 Verkehrsunfälle, bei denen Personen schwere Verletzungen erlitten. Rückgänge waren insbesondere auf Autobahnen sowie auf Landes- und Kreisstraßen innerhalb geschlossener Ortschaften festzustellen. Demgegenüber stiegen die Fallzahlen auf Kreisstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften an. Auch die Zahl der Leichtverletzten erhöhte sich leicht von 1.632 auf 1.664 Personen.
Positiv entwickelte sich die Zahl der Verkehrstoten. Im Jahr 2025 verloren in Osthessen 17 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben. Dies entspricht einem Rückgang um fünf Personen beziehungsweise 22,73 Prozent gegenüber dem Vorjahr und stellt den niedrigsten Wert seit Bestehen des Polizeipräsidiums Osthessen dar.
Die Analyse des Unfallgeschehens zeigt, dass sich 88 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle auf Autobahnen sowie auf Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften ereigneten. Während auf Autobahnen und in mehreren weiteren Straßenkategorien rückläufige Entwicklungen festzustellen waren, stieg die Zahl tödlicher Verkehrsunfälle insbesondere auf Bundes- und Landesstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften an.
Der überwiegende Teil des Unfallgeschehens verlief ohne Personenschäden. Bei 9.150 Verkehrsunfällen blieb es bei Sachschäden. Der hierdurch entstandene volkswirtschaftliche Schaden wird auf rund 50 Millionen Euro geschätzt.
„Die Entwicklung der Verkehrsunfallzahlen zeigt, dass sich viele Verkehrsteilnehmende verantwortungsbewusst im Straßenverkehr bewegen. Gleichwohl führen insbesondere schwere Verkehrsunfälle weiterhin zu erheblichen persönlichen Folgen für die Betroffenen und deren Angehörige. Neue Herausforderungen, etwa durch die zunehmende Nutzung von E-Scootern oder veränderte Verkehrsströme infolge neuer Infrastrukturmaßnahmen, verdeutlichen die fortwährende Bedeutung von Prävention, Aufklärung und konsequenter Verkehrsüberwachung. Die Polizei wird daher auch künftig ihren Beitrag leisten, um die Verkehrssicherheit nachhaltig zu stärken“, erklärt Polizeipräsident Michael Tegethoff.
Landkreis Fulda
Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Fulda wurden im Jahr 2025 insgesamt 3.632 Verkehrsunfälle registriert. Dies entspricht einem Anstieg um rund drei Prozent gegenüber dem Vorjahr (2024: 3.527 Unfälle). Auch die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden stieg um 128 auf 721 Fälle an. Ebenso nahm die Zahl der Schwerverletzten zu. Besonders auffällig ist die Entwicklung bei den Verkehrstoten. Während im Jahr 2024 drei Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben verloren, waren es im Berichtsjahr acht Personen.
Landkreis Hersfeld-Rotenburg
Im Bereich der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg entwickelte sich das Unfallgeschehen positiv. Die Zahl der registrierten Verkehrsunfälle sank im Jahr 2025 um rund zwei Prozent auf insgesamt 2.393 Fälle. Dies entspricht einem Rückgang um 48 Verkehrsunfälle gegenüber dem Vorjahr. Auch die Zahl der verunglückten Personen verringerte sich leicht von 445 auf 436. Demgegenüber stieg die Zahl der Schwerverletzten von 91 auf 98 Personen an. Vier Menschen kamen im Jahr 2025 bei Verkehrsunfällen ums Leben, nachdem im Vorjahr noch acht Verkehrstote zu beklagen waren.
Vogelsbergkreis
Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Vogelsberg setzte sich die rückläufige Entwicklung des Vorjahres fort. Die Zahl der Verkehrsunfälle sank im Jahr 2025 um rund sechs Prozent auf 2.341 Fälle. Auch die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden verringerte sich um 5,9 Prozent auf 303 Fälle. Die Zahl der Schwerverletzten ging um 7,48 Prozent auf 99 Personen zurück. Gegenüber dem Vorjahr blieb die Zahl der Verkehrstoten unverändert. Im Jahr 2025 kamen im Vogelsbergkreis drei Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben.
Osthessische Autobahnen
Die Verkehrssituation auf den osthessischen Autobahnen war auch im Jahr 2025 durch zahlreiche Dauerbaustellen auf nahezu allen Streckenabschnitten geprägt. Insbesondere in den Baustellenbereichen führen eingeschränkte Fahrbahnbreiten, geänderte Verkehrsführungen sowie erhöhte Verkehrsaufkommen immer wieder zu Verkehrsunfällen.
Die Polizeiautobahnstationen Bad Hersfeld und Petersberg registrierten insgesamt 2.346 Verkehrsunfälle. Dies entspricht einem Rückgang um 63 Fälle beziehungsweise um rund 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Positiv entwickelte sich die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden. Diese sank um 12,2 Prozent auf 209 Fälle und damit um 29 Verkehrsunfälle. Auch die Zahl der Schwerverletzten verringerte sich deutlich von 62 auf 45 Personen.
Die Zahl der tödlich verletzten Personen ging um 75 Prozent zurück. Während im Jahr 2024 noch acht Menschen bei Verkehrsunfällen auf den osthessischen Autobahnen ums Leben kamen, waren es im Berichtsjahr zwei Personen.
Das komplette Pressepapier – inklusive der regionalen Betrachtungen der Landkreise und Autobahnen – sowie die vollständige Verkehrsunfallstatistik 2025 für den Bereich des Polizeipräsidiums Osthessen finden Sie unter:
https://www.polizei.hessen.de/die-polizei/statistik/verkehrsunfallstatistiken
(Marc Leipold)
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Quelle: ots
