Wiesbaden (ots) –
Drei mobile Videoschutzanhänger im Bereich Luisenplatz als weiterer Baustein der gemeinsamen Sicherheitsarchitektur,
Wiesbaden, Luisenplatz,
Mittwoch, 30.09.2026
(kq)Die Landeshauptstadt Wiesbaden und das Polizeipräsidium Westhessen bauen ihre gemeinsame Sicherheitsarbeit weiter aus. Im Bereich des Luisenplatzes werden künftig zunächst temporär drei mobile Videoschutzanhänger eingesetzt. Damit wird der Videoschutz in Wiesbaden räumlich erweitert und die bestehende Sicherheitsarchitektur um einen weiteren Baustein ergänzt.
Am Mittwoch stellten Vertreterinnen und Vertreter der Landeshauptstadt Wiesbaden und des Polizeipräsidiums Westhessen die drei Videoschutzanhänger bei einem gemeinsamen Pressetermin auf dem Luisenplatz vor und erläuterten die Hintergründe der Maßnahme.
Entwicklung der Straftaten
Grundlage für den Einsatz der mobilen Videoschutzanhänger sind unter anderem die polizeilichen Erkenntnisse zur Entwicklung der Straftaten im öffentlichen Raum rund um den Luisenplatz. Seit dem Jahr 2023 wurden dort jährlich mindestens 68 Straftaten registriert. Nachdem im Jahr 2024 insgesamt 68 Straftaten verzeichnet worden waren, stieg die Zahl im Jahr 2025 auf 73 Fälle. Einen besonderen Anteil nahmen dabei Rohheitsdelikte ein. Von den im Jahr 2025 am Luisenplatz registrierten 73 Straftaten entfielen 36 auf diesen Deliktsbereich.
„Wir reagieren dort, wo die polizeiliche Lage und die örtlichen Gegebenheiten entsprechenden Handlungsbedarf erkennen lassen. Videoschutz ist dabei kein isoliertes Instrument, sondern Teil unserer gemeinsamen Sicherheitsarbeit mit der Landeshauptstadt Wiesbaden. Die mobilen Anlagen geben uns zusätzlich die Möglichkeit, flexibel auf örtliche Entwicklungen zu reagieren“, sagt Polizeipräsident Björn Gutzeit.
Gemeinsam für ein sicheres Wiesbaden
Der Einsatz der mobilen Videoschutzanhänger ist Teil der gemeinsamen Sicherheitsarbeit von Stadt und Polizei. Dazu zählen unter anderem der 10-Punkte-Plan, das Konzept „Sicheres Wiesbaden“ sowie gemeinsame Präsenz-, Kontroll- und Präventionsmaßnahmen. Ziel ist es, unterschiedliche Instrumente miteinander zu verbinden und die Maßnahmen fortlaufend an die jeweilige Sicherheitslage anzupassen. Neben polizeilicher und städtischer Präsenz, gezielten Kontrollen und Präventionsangeboten bildet auch der Videoschutz einen Bestandteil dieses Ansatzes.
„Der Luisenplatz ist ein zentraler Ort unserer Innenstadt und wird täglich von vielen Menschen genutzt. Uns ist wichtig, dass sich die Bürgerinnen und Bürger hier sicher bewegen und wohlfühlen können. Die mobilen Videoschutzanhänger ergänzen die bereits bestehenden Maßnahmen von Stadt und Polizei und ermöglichen es, flexibel auf die jeweilige Sicherheitslage zu reagieren. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel aus Präsenz, Prävention und moderner technischer Unterstützung. Die enge Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Westhessen ist hierfür von großer Bedeutung“, sagt Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende.
Erfahrungen mit mobilem Videoschutz
Bereits im Jahr 2025 war am Luisenplatz zeitweise ein mobiler Videoschutzanhänger im Einsatz. An diese Erfahrungen knüpft die nunmehrige Erweiterung an. Mit drei mobilen Anhängern kann der Bereich künftig umfassender abgedeckt und zugleich flexibel auf die örtliche Lage reagiert werden.
„Wir wollen, dass der Luisenplatz ein Ort bleibt, an dem sich Menschen gerne und sicher aufhalten. Drogenhandel und offener Konsum dürfen das Bild eines zentralen Platzes unserer Stadt nicht bestimmen. Mit den mobilen Videoschutzanlagen ergänzen wir Präsenz, Kontrollen und Prävention um ein weiteres Instrument. Sicherheit braucht Sichtbarkeit, Aufmerksamkeit und konsequentes Handeln“, erklärt Daniela Georgi, Dezernentin für Wirtschaft, Sport und Ordnung.
Videoschutz als präventiver und repressiver Baustein
Der sichtbare Einsatz von Videoschutz soll dazu beitragen, Straftaten zu verhindern und das Entdeckungsrisiko zu erhöhen. Gleichzeitig können aufgezeichnete Bilder im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zur Aufklärung von Straftaten und zur Beweissicherung genutzt werden.
Die mobilen Videoschutzanhänger ermöglichen es, flexibel und zunächst zeitlich begrenzt auf die örtliche Sicherheitslage zu reagieren. Ihr Einsatz im Bereich des Luisenplatzes ergänzt die bereits bestehenden Maßnahmen von Polizei und Stadt.
„Für uns ist entscheidend, dass Videoschutz nicht für sich alleine steht, sondern eng mit polizeilicher Präsenz und gezielten Kontrollen verzahnt wird. Die mobilen Videoschutzanhänger geben uns zusätzliche Möglichkeiten, flexibel auf die Lage vor Ort zu reagieren und unsere polizeiliche Arbeit sowohl präventiv als auch bei der Aufklärung von Straftaten zu unterstützen“, erklärt Alexander Jaza, Leiter der Polizeidirektion Wiesbaden.
An der Vorstellung nahmen unter anderem Polizeipräsident Björn Gutzeit, der Leiter der Polizeidirektion Wiesbaden, Alexander Jaza, sowie der Leiter des 1. Polizeireviers, Thomas Wichter, teil. Seitens der Landeshauptstadt Wiesbaden waren Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende sowie Dezernentin Daniela Georgi anwesend.
Polizei und Landeshauptstadt Wiesbaden setzen damit ihre gemeinsame Sicherheitsarbeit konsequent fort und entwickeln die bestehenden Maßnahmen lageorientiert weiter.
Abschließend betont Polizeipräsident Björn Gutzeit: „Sicherheit ist eine gemeinsame Aufgabe. Polizei, Kommune und weitere Partner müssen hierfür eng zusammenarbeiten. Der Videoschutz ist dabei ein wichtiger Bestandteil eines umfassenden Maßnahmenpakets. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Präsenz, Prävention, konsequentem polizeilichem Handeln und technischer Unterstützung. Der Landeshauptstadt Wiesbaden danke ich für die sehr gute und enge Zusammenarbeit.“
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