Wiesbaden (ots) –
Verkehrspräventionsprogramm „CrashKurs“ am Gymnasium Mosbacher Berg in Wiesbaden, Mittwoch, 17.06.2026
(kq)Am Mittwoch fand am Gymnasium Mosbacher Berg in Wiesbaden eine Veranstaltung zum Thema Verkehrsprävention namens „CrashKurs“ durch das Polizeipräsidium Westhessen statt. Das landesweite Präventionsprogramm der hessischen Polizei richtet sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler der Oberstufen. Ziel ist es, die Teilnehmenden durch authentische Erfahrungsberichte für die Risiken im Straßenverkehr zu sensibilisieren und verantwortungsbewusstes Verhalten zu fördern.
Thorsten Stahl, Lehrer des Gymnasiums sowie Polizeihauptkommissarin Stephanie Barone von der Präventionsabteilung des Polizeipräsidiums Westhessen hießen die anwesenden Schülerinnen und Schüler herzlich willkommen. In ihrem gemeinsamen Grußwort betonten sie die Bedeutung von Verkehrssicherheit und eines verantwortungsvollen Verhaltens im Straßenverkehr. Dabei verwiesen sie insbesondere auf die oftmals schwerwiegenden Folgen von Verkehrsunfällen und die Verantwortung jedes Einzelnen für die eigene Sicherheit sowie die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmender.
„Wir wollen euch mit diesem Tag die ungeschönte Realität zeigen. Eine Sekunde der Unachtsamkeit oder Selbstüberschätzung reicht aus, um das eigene Leben oder das Leben unschuldiger Menschen für immer zu zerstören“, hieß es in dem eindringlichen Appell an die Jugendlichen.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stellte Polizeihauptkommissar Florian Thrun vom Regionalen Verkehrsdienst Wiesbaden in einem hochgradig sensibilisierenden Vortrag das Phänomen der Raser-, Poser- und Tunerszene vor. Dabei ging er weit über die bloße Vermittlung von Verkehrsregeln hinaus und konfrontierte die Jugendlichen direkt mit den fatalen Dynamiken von Imponiergehabe, falschem Stolz und Gruppenzwang. Er verdeutlichte anhand realer, drastischer Einsatzerfahrungen, wie schnell aus vermeintlichem Fahrspaß und illegalen Kraftfahrzeugrennen tödlicher Ernst wird. Thrun sensibilisierte die Schülerinnen und Schüler insbesondere für die psychologischen Mechanismen, die zu riskantem Fahrverhalten führen, und appellierte eindringlich an ihr Verantwortungsbewusstsein: „Niemand dürfe sich zu riskanten Manövern verleiten lassen – und echte Stärke zeige sich vor allem darin, auch als Beifahrer mutig „Stopp“ zu sagen, wenn Grenzen überschritten werden“.
Anschließend referierte die Toxikologin Dr. Silvana Petzl-Witt vom Institut für Rechtsmedizin Frankfurt über die Auswirkungen von Alkohol, Betäubungsmitteln und anderen berauschenden Mitteln auf die Verkehrstüchtigkeit. Sie verdeutlichte anhand ihrer beruflichen Erfahrungen die oftmals gravierenden Folgen von Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.
Die Schülerinnen und Schüler erhielten durch die Vorträge und die anschließenden praktischen Stationen authentische Einblicke in die Folgen schwerer Verkehrsunfälle und die Auswirkungen riskanten Verhaltens im Straßenverkehr. Unterstützt wurde das Programm dabei auch durch die Verkehrswacht Wiesbaden und Frankfurt. An einem Reaktionstest konnten die Jugendlichen ihre Reaktionsfähigkeit unter Beweis stellen, während ein Aufprallsimulator die Kräfte veranschaulichte, die bereits bei vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten auf den menschlichen Körper wirken. Ergänzend bot die Veranstaltung die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit den Referierenden ins Gespräch zu kommen.
Das Verkehrspräventionsprogramm „CrashKurs“ wird hessenweit durchgeführt und verfolgt das Ziel, junge Menschen nachhaltig für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Durch die Kombination aus persönlichen Erfahrungsberichten, fachlichen Impulsvorträgen und praktischen Parts soll insbesondere die Risikowahrnehmung geschärft und ein verantwortungsbewusstes Verhalten im Straßenverkehr gefördert werden.
Sollte auch Ihre Schule Interesse an der Durchführung einer „CrashKurs“ Veranstaltung haben, können Sie sich gerne an PHK`in Barone unter: [email protected] wenden.
Rückfragen bitte an:
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