Südosthessen (ots) –
(lei) Am 30. April ist es wieder so weit: Auch in unserer Region wird in diesem Jahr an vielen Stellen erneut traditionell in den Mai getanzt und die sogenannte Walpurgis- bzw. Hexennacht eingeläutet. Viele kleine und große „Hexen“ dürften an diesem Abend und in der Nacht durch die Straßen ziehen, um Anwohnerinnen und Anwohnern mehr oder weniger kreative Streiche zu spielen.
Was aus Sicht der Beteiligten oft als harmloser Spaß beginnt, entpuppt sich im Nachgang nicht selten als strafrechtlich relevantes Verhalten. Das Polizeipräsidium Südosthessen erinnert deshalb daran, dass zwischen Scherz und Schandtat manchmal nur ein sehr schmaler Grat liegt.
Die Polizei betont: Kreativität ist ausdrücklich erlaubt – aber mit Augenmaß. Streiche, die niemanden schädigen, keine Sachwerte beschädigen und niemanden in Gefahr bringen, gehören zur Tradition der Hexennacht durchaus dazu. Schluss ist allerdings dort, wo aus Spaß Ernst wird.
Besonders im Fokus stehen jedes Jahr Sachbeschädigungen durch Farbschmierereien oder das Bewerfen von Hausfassaden oder Fahrzeugen mit Lebensmitteln oder anderen Substanzen. Ob Ketchup, Eier oder Farbe – was an fremdem Eigentum landet, bleibt selten eine Lappalie und führt regelmäßig zu aufwendigen Reinigungsarbeiten, die den Verursachern in Rechnung gestellt werden können.
„Ein immer wiederkehrendes Thema sind manipulierte oder fehlende Kanaldeckel. Das ist keineswegs ein harmloser Scherz, sondern ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, der ernsthafte Folgen haben kann“, sagt Polizeisprecher Thomas Leipold. „Auch selbst gebastelte ‚Straßensperren‘ haben im öffentlichen Verkehrsraum nichts zu suchen. Solche Aktionen können schnell riskante Situationen für Auto-, Motorrad- und Radfahrende auslösen und im schlimmsten Fall zu schweren Unfällen führen“, ergänzt er.
Zudem weisen die Beamten darauf hin, dass sich viele Feiernde nachts möglichst unauffällig bewegen wollen. Dunkle Kleidung kann jedoch dazu führen, dass Fußgängerinnen und Fußgänger schlechter gesehen werden. Das erhöht das Unfallrisiko erheblich. Auffällige Kleidung ist daher ratsam.
„Wir verstehen, dass die Walpurgisnacht für viele zur Tradition gehört und auch ein Stück Lebensfreude bedeutet“, sagt Leipold und verdeutlicht, um was es geht: „Letztlich soll jede und jeder sicher in den Maifeiertag starten. Daher appellieren wir an alle Beteiligten die Nacht mit Augenmaß und Verstand anzugehen. Wichtig ist auch, dass Eltern mit ihren Kindern über die Grenzen zwischen Streich und Straftat sprechen und sie auf geeignete, verkehrsarme Bereiche hinzuweisen. Im Optimalfall läuft alles so ab, dass im Anschluss niemand aufräumen, zahlen oder sich entschuldigen muss.“
Das Polizeipräsidium Südosthessen wünscht allen insofern eine sichere Walpurgisnacht.
Offenbach, 29.04.2026, Pressestelle, Thomas Leipold
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